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Dienstag, 14. Juli 2015

Jurassic World

Quelle: www.moviepilot.de
Es sind ein paar Jahre nach dem Vorfall auf Isla Nublar vergangen, Jurassic Park ist wieder aufgebaut worden. Und es ist besser als je zuvor. Die neue Jurassic World ist die Attraktion der Menschen von heute. Täglich strömen Tausende Menschen zur Insel, um sich die vielen Dinosaurier im Themenpark anzuschauen.

Samstag, 2. Mai 2015

Die Entdeckung der Unendlichkeit

Quelle: www.moviepilot.de
Stephen Hawking zählt heute zu den wichtigsten Persönlichkeiten in der theoretischen Physik und der Astrophysik. Doch wie ist aus ihm das geworden, was er heute ist? Schauen wir auf seine frühen Jahre zurück, wird schnell klar, warum er zu dem Menschen geworden ist.

Im Cambridge College gehört Hawking zu den begabteren Studenten, der mühelos schwierige bis scheinbar unlösbare Fragestellungen beantworten kann. Schon hier wird sein Talent und sein Weitsinn erkannt. Bei einer Party lernt er Jane kennen, die nicht nur Sprachen studiert, sondern auch bekennende Christin ist und an Gott glaubt. Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten, werden sie ein Paar. Nach einem Sturz wird bei Hawking eine Motoneuron-Erkrankung festgestellt, die seinen Körper nach und nach langsam verfallen lässt. Der Arzt bescheinigt ihm eine Lebenserwartung von zwei Jahren.

Obwohl Hawking sich zurückziehen will, bleiben Jane und seine Freunde an seiner Seite und unterstützen ihn. Sie motivieren ihn für seine Doktorarbeit, geben ihm ein Leben und ein Zuhause und bringen ihn immer wieder zum lachen. Doch leider verändern sich Personen in einem Leben. Auch Hawking und seine Frau müssen das erkennen, denn das Schicksal zerrt an ihrem Nervenkostüm. Während sich Jane zu ihrem Chorleiter Jonathan hingezogen fühlt, schwebt Hawking auf seiner Erfolgswolke. Auch nach der Lungenentzündung, die ihm nun vollständig das Sprechen versagt, ist Hawking voller Tatendrang. Mittels eines Sprachcomputers kann er sich weiterhin verständigen und schreibt nach und nach sein Werk "Eine kurze Geschichte der Zeit".

Der Film basiert auf den Memoiren von Jane Hawking, die ihr Leben mit dem bekannten Physiker teilweise verbrachte. Es wird vor allem auf seine persönlichen Beziehungen, seine Charakterbildung und seine Karriere eingegangen. Ein absolut gelungener Film mit wunderbaren Schauspielern. Ich war begeistert von der Darstellung von Stephen und Jane Hawking. Man kann erkennen, wie besorgt Jane war und wie sehr sie ein Leben mit Stephen Hawking wollte. Beeindruckend stellte die Schauspielerin Felicity Jones Hawkings Frau vor allem in den schweren Zeiten dar. Man konnte es richtig spüren, wie das Leben sie innerlich zerreißt, sie sich aber Stephen Hawking gegenüber loyal verhalten möchte. Eddie Redmayne hingegen war für mich der herausstechende Schauspieler. Eine Meisterleistung, wie er in die Rolle schlüpfte und Hawking verkörperte. Es muss schwer gewesen sein, sich nicht nur mental auf eine Rolle einzulassen, sondern auch physisch den Part zu spielen. Dazu kann ich nur sagen: Hut ab! Kein Wunder, dass er den Oscar bekommen hat :)

Die Entdeckung der Unendlichkeit
Produktionsland: UK, 2014
Länge: 123 Minuten
Altersfreigabe: 0
Regie: James Marsh

Sonntag, 19. April 2015

The Imitation Game

Quelle: www.google.de
1939. Der Krieg in Europa hält die Nationen in Atem. Während die Deutschen immer weiter vorrücken, versuchen die Briten, die geheimen Funksprüche der Deutschen Armee zu entschlüsseln. Doch fehlt ihnen die Technologie, die Enigma-Maschine auszutricksen. Deshalb stellt Commander Alastair Denniston ein Team der besten Mathematiker und Kryptoanalytiker zusammen, um die berüchtigte Enigma-Maschine zu knacken. Alan Turing leitet das Team (mit dabei ist Joan Clarke) und gemeinsam entwerfen sie eine Maschine, die den Schlüssel der Enigma herausfiltern soll.
Während dieser ganzen Zeit entwickeln Joan und Alan eine innige Beziehung zueinander. Sie verloben sich, doch wird schnell klar, dass Alan nur platonische Gefühle für sie hegt. Denn er ist schwul, möchte dies aber nicht preisgeben. Joan hält dennoch zu ihm. Auch, nachdem er 1951 wegen "grober Unzucht und sexueller Perversion" verurteilt wird. Alan hat die Wahl, ob er ins Gefängnis geht oder eine nebenwirkungsbehaftete Hormontherapie durchzuführen. Er entscheidet sich für letzteres, um seine Arbeit weiter nachgehen zu können. Doch fordert das seinen Tribut und so begeht Turing mit 41 Jahren Selbstmord.

Dieser Film, eine Biografie von Alan Turing, zeigt ganz deutlich, wie verflochten die einzelnen Handlungen in dieser Zeit waren. Interessant ist, dass die Regie drei zeitlich verschiedene Handlungen in den Film eingebaut hat, um das Leben von Turing in seiner Gesamtheit darzustellen. 1927 ist Alan ein introvertierter Schüler, der sich in seinen besten Freund verliebt. 1939 befindet sich Europa im Krieg und Turing möchte mit seinem Wissen um Kryptografie einen Beitrag leisten. 1951, diese Handlung stellt die Rahmenhandlung dar, befindet sich Turing in einem Verhör. Er wird verdächtigt, ein russischer Spion zu sein. Doch stellt sich dieses als falsch heraus und seine Homosexualität kommt stattdessen raus.

Die Schauspieler bieten eine für mich sehr solide Leistung. Vor allem Benedict Cumberbatch kann mit seinem routinierten Auftreten Alan Turing sehr gut darstellen.

The Imitation Game
Produktionsland: UK, USA, 2014
Länge: 113 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Morten Tyldum

Donnerstag, 16. Oktober 2014

The Riot Club

Quelle: www.moviepilot.de
Viele Ereignisse und Gegebenheiten auf der Welt werden heutzutage in Kinofilmen inszeniert. Vom Gang eines Triebtäters zu einem Bürger unter ständiger Beobachtung nach seiner Entlassung, von Erfolgsstories kleiner Bürger, die es zu etwas in der Welt bringen, von zwei Liebenden, die sich über die Jahre verloren haben und schließlich wieder finden. Doch kommt mit „The Riot Club“ endlich ein Film in die Kinos, der aufzeigt, welche Abgründe es in einer Elite-Gesellschaft wie in Oxford gibt.

Trailer und Filmbeschreibungen ließen bereits erahnen, welchem Szenario sich der Zuschauer aussetzen wird. Neben den Ausschweifungen, die der gemeine Zuschauer vielleicht belächelt und humorvoll aufnehmen könnte, wird bereits dem Cineast klar, dass der Film eine Kritik an der Gesellschaft darstellen soll.

Im Grunde gliedert sich der Film auf den verschiedenen Ebenen in zwei Teile, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Arm – Reich, Moral – Geld, Himmel hoch jauchzend – zu Tode betrübt, Feigheit – Zivilcourage. Es wird deutlich, dass der Film von ständigen Spannungen lebt und gleichzeitig ein deutliches Gerüst der Kritik aufbaut. Denn während die zehn Mitglieder des Riot Club aufgrund ihres Wohlstands und ihres Ansehens glauben, dass sie alles und jeden mit Geld kaufen können, hadern die „einfachen“ Menschen (zum Beispiel der Pub-Besitzer) mit den Moralvorstellungen der Gesellschaft. Denn obwohl der Pub-Besitzer das wahllose Verschleudern des Geldes des „Riot Club“ moralisch verabscheut, ist ihm gleichzeitig leider bewusst, dass er vor allem dadurch seine Tochter durch das Studium bringen kann. Doch auch inhaltlich ist der Film gespalten. Die ersten knapp 50 Minuten zeigen das Umfeld der Oxford University, wie sich auch hier die Studenten untereinander in Gruppen aufteilen, was der Riot Club ist und was er auf der Uni bedeutet. Hier läuft einem das eine oder andere Mal ein Lächeln übers Gesicht, da die Streiche der Studenten eher denen von Lausbuben gleichen. Doch schon in den letzten knapp 60 Minuten wird klar, dass diese Dining Society keinesfalls aus Lausbuben besteht. Allein das Zerschmettern von Gläsern und der Ausspruch, dass der Club bereits in allen Pubs und Restaurants in der Umgebung Hausverbot habe, bieten einen Vorgeschmack auf die kommenden Ausschweifungen. Doch soll es nicht bei Bagatellen bleiben, die mit Geld wieder gut zu machen sind. In eben diesem zweiten Teil geschehen folgenschwere Ereignisse, die den Zuschauer zum eigenen Mitdenken und Beurteilen verleiten sollen.

Glaubt man, dass nur die Handlung vielschichtig und gegensätzlich ist, so ist man erstaunt über die Darstellung der einzelnen Charaktere im Film. Denn die auserwählten Studenten bilden keinesfalls eine Einheit. Ihre Gemeinsamkeit hört bereits bei ihrem Wohlstand auf. Denn jeder ist in seinen Grundfesten anders, und hat unterschiedliche Vorstellungen vom Leben. So bekommt auch diese Gruppe eine Eigendynamik, die mit Eifersucht, Neid, Vorurteilen und Eitelkeit gespickt ist. Wenn zu Beginn der Anschein erweckt wird, dass diese Studenten echte Freundschaften untereinander pflegen, wird schon bei der Aufnahme der Neuen („Grashüpfer“) deutlich, dass dieser Club eher eine Zweckgemeinschaft ist; und das ohne erkennbaren Zweck. Der Club dient lediglich der ausschweifenden Dekadenz einiger weniger gelangweilter elitärer Auserwählter, denen jegliche Moralvorstellungen unbekannt scheinen. Spätestens aber, nachdem der Pub-Besitzer sich dem zügellosen Verhalten des Clubs erwehren möchte, wird das ganze Ausmaß der Ausschweifungen deutlich, was einen halbtoten Pub-Besitzer und zehn geschockte Studenten zurücklässt. Allein dadurch wird sowohl die Existenz des Clubs als auch das Ansehen der Studenten gefährdet. Und es wird vollends klar, dass hier keinerlei freundschaftliche Gefühle dahinterstecken. In einer Club-Sitzung wird beschlossen, dass einer den Kopf für alle hinhalten soll, damit nicht alle der Universität verwiesen werden.

Wenn dieses Benehmen der sogenannten Elite, die sich als intelligent und weltgewandt sieht, nicht schon schockiert, dann passiert das spätestens in den letzten fünf Minuten des Films. Denn obwohl der Zuschauer bis zu diesem Zeitpunkt denkt, dass wenigstens ein Student der gerechten Strafe zugeführt wird, belehrt die Wende am Ende doch eines Besseren. Alle kommen mit einem blauen Auge davon, müssen keine Konsequenzen fürchten und der Angeklagte wird sich aller Voraussicht nach mit einem guten Anwalt und einer Berufsaussicht in der Politik bald wieder frei bewegen können. So kann man immer wieder sehen: Geld regiert die Welt.

The Riot Club
Produktionsland: UK, 2014
Länge: 107 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Lone Scherfig